Eröffnung der Salzburger Festspiele
am 25. Juli 2009

Festveranstaltung in der Felsenreitschule um 11 Uhr. Daniel
Kehlmann ist Festredner

Mit einer Festveranstaltung in der Felsenreitschule werden die Salzburger Festspiele 2009 am Samstag, 25. Juli, um 11.00 Uhr eröffnet. Die Festveranstaltung wird ab 11.00 Uhr bis zirka 13.00 Uhr live in ORF2 und 3SAT übertragen. Nach der Begrüßung durch Festspielpräsidentin Dr. Helga Rabl-Stadler, dem Adagio aus Joseph Haydns Symphonie d-Moll Hob. I:26 „Lamentatione“, das vom Mozarteumorchester Salzburg unter seinem Chefdirigenten Ivor Bolton gespielt wird, und Grußworten von Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller spricht die Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur, Dr. Claudia Schmied. Nach dem Chorstück „He saw the lovely youth“ aus Georg Friedrich Händels Oper „Theodora“, bei dem der Salzburger Bachchor zum Einsatz kommt, wird Bundespräsident Dr. Heinz Fischer die Salzburger Festspiele eröffnen. Danach folgt die Festrede von Daniel Kehlmann. Den musikalischen Abschluss bildet eine Komposition für drei Schlagzeuger von Iannis Xenakis mit dem Titel „Okho“, die von Martin Grubinger, Rainer Furthner und Leonhard Schmidinger interpretiert wird.

Daniel Kehlmann hat es mit seinen präzise ausbalancierten und sprachlich brillanten Romanen geschafft, sich in der Spitzenklasse der Gegenwartsliteratur fest zu verankern. Seine Verbindung zu Salzburg und den Festspielen rührte bisher von einem früheren Salzburg-Engagement seines Vaters, des Regisseurs Michael Kehlmann: Dieser führte ausgerechnet im Geburtsjahr seines Sohnes, des diesjährigen Festredners, in Salzburg Regie bei einer Festspiel-Inszenierung von Fritz Hochwälders Stück „Der Säbelzahntiger“, mit Attila Hörbiger in der Titelrolle.

Daniel Kehlmann wurde 1975 in München als Sohn eines Künstlerehepaares geboren. Seine Mutter, Dagmar Mettler, war zunächst Schauspielerin auf einer Reihe von deutschsprachigen Bühnen und spielte dann vor allem Rollen in zahlreichen Fernsehproduktionen. Bereits 1981 zog die Familie nach Wien, wo Kehlmann Philosophie und Literaturwissenschaft studierte. Seinen Durchbruch als Schriftsteller schaffte er 2003 mit seinem bereits vierten Roman „Ich und Kaminski“. Sein 2005 erschienener Roman „Die Vermessung der Welt“, eine weitgehend fiktive Verknüpfung der Biographien des Mathematikers Carl Friedrich Gauß und des Naturforschers Alexander von Humboldt, wurde schließlich zum Welterfolg und war 37 Wochen lang auf Platz eins der Spiegel-Bestsellerliste. Das Buch wurde bisher in 42 Sprachen übersetzt und wanderte zwei Millionen Mal über den Ladentisch. Zuletzt, im Jänner 2009, erschien Kehlmanns Roman „Ruhm. Roman in neun Geschichten“. Daniel Kehlmann verfasst neben seiner Tätigkeit als Romancier Rezessionen und Essays für mehrere Tages- und Literaturzeitungen und ist auch als Universitätslehrer für Poetik tätig. Er lebt in Wien und Berlin.