Burgtheater, Homepage

Das Burgtheater hat eine neugestaltete Website („Homepage“ genannt). Die auf ein Archiv, soweit ich imstande war, dies festzustellen, verzichtet. Das ist so üblich bei Theater-Websites (nur die Josefstadt tut nicht so, als hätte mit der neuen Direktion alles neu begonnen). Bei der Durchsicht der Regisseurs-Namen fällt auf, dass zwar einige spannende Regisseur/innen (wieder) an der Burg arbeiten werden, worauf man sich freuen kann, dass aber kein/e einzige/r Österreicher/in inszenieren wird.

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Lesen lernen

Dass immer noch und immer wieder die Auffassung vertreten wird, ein Regisseur könne ein misslungenes Stück irgend „retten“, erstaunt mich jedes Mal. Dabei weiß jeder am Theater, vom Intendanten bis zum Billeteur, dass ein schlechtes Stück auch mit dem forciertesten ästhetischen Zugriff, den wüstesten oder gar intelligentesten Regieeinfällen nicht zu retten ist und schon gar nicht zu irgendeiner Art von Erfolg zu führen, und dass ein Regisseur niemals besser ist als der Autor.

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Biedermeierlich entstaubt

Theaterkritiker, bei Nestroy- oder Raimund-Aufführungen, scheinen sich immer wie die Nackerten zu freuen, dass dieselben „nicht biedermeierlich“ sind, jedenfalls merken sie das immer an. Das sind Aufführungen dieser Autoren allerdings schon seit Jahrzehnten (außer eventuell bei manch Sommertheater-Unterhaltungs-Unternehmen), und erstaunlich und einer diesbezüglichen Anmerkung wert wäre inzwischen eine Aufführung, die „biedermeierlich” wäre.

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Angst zu verschwinden

Es hat sich herausgestellt, dass eine schöne, besser: spannende Handschrift sich nicht über Erfüllungsgehilfen-Theater, sondern nur im Prozess von Ensemble-Arbeit ergibt. Der Rest ist Gekritzel, wenn auch meist, na eh klar, mit schwerer Hand in die Unterlage gebohrt.

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